Mietendeckel vs. Klimaschutz und Gebäudesanierung - Wie kann die Lösung aussehen?

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich verpflichtet, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor bis 2030 um etwa 40% auf dann 72 Mio. Tonnen zu senken. Dafür müsste rein rechnerisch der CO2-Ausstoß in 80% aller Gebäude halbiert werden. Weder eine CO2-Bepreisung noch ordnungsrechtliche Initiativen allein lösen die Frage der Refinanzierung der energetischen Gebäudesanierung. Nach den Plänen der rot-rot-grünen Landesregierung in Berlin soll im Januar 2020 ein sogenannter Mietendeckel für Berlin in Kraft treten und für fünf Jahre dürfen in Berlin die meisten Mieten nicht mehr erhöht werden. Mieterhöhungen dürfen nur noch bis zu einer bestimmten Obergrenze erfolgen. Bei neu abgeschlossenen Mietverträgen liegt die Mietobergrenze nach aktuellem Entwurf zwischen 5,95€ und 9,80€/qm. Zur Erreichung der oben genannten Klimaschutzziele sind aber umfassende energetische Sanierungen im Wohnungsbestand notwendig. Mieter und Vermieter finden sich derzeit in einer Klimafalle wieder.

Welche Auswege sind denkbar? Wie lassen sich notwendige Sanierungskosten gerecht auf Mieter und Vermieter verteilen? Was kann und muss auf Landes- und Bundesebene an Förderarchitektur aufgebaut werden, um Klimaschutz im Gebäudebereich zu verwirklichen ohne den sozialen Frieden zu gefährden?

Berlin 21 wird diese und weitere Fragen im Rahmen eines moderierten Diskurses mit Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung erörtern.

Es diskutieren:

  • Matthias Coers, Filmemacher & Mietenaktivist
  • Katalin Gennburg, MdA, Die Linke
  • Tanja Loitz, Geschäftsführung, CO2-Online
  • Yorck Richter, Geschäftsführung, GPlant GmbH
  • Oliver Schruoffeneger, Bezirksstadtrat, Charlottenburg-Wilmersdorf (angefragt)

Moderation: Sebastian Stragies, Berlin 21 e.V.


Die Veranstaltung wird auf dem Berliner Klimatag 2019 stattfinden und wir laden Sie und euch herzlich ein, daran teilzunehmen!

 

Informationen zum Veranstaltungsort
Die Braustube des Berlin Global Village (BGV) befindet sich im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kindl-Brauerei auf einem Gelände zwischen Rollbergstraße, Mainzer Straße und Neckarstraße. Es handelt sich um das rote Backsteinhaus (2). Aufgrund einer Baustelle ist die Braustube derzeit nur über den Zugang „Am Sudhaus“ zu erreichen. Die Rollbergstraße ist zwischen dem REWE und BGV gesperrt.
https://www.berlin-global-village.de/vermietung/#braustube

 

 

 

Eine Veranstaltung von                      mit freundlicher Unterstützung

                                     

 

Foto: Berlin 21 e.V.

 

 

Zeitpunkt: 
Sonntag, Oktober 27, 2019 - 13:00 - 14:30
Thema: 
Klimaschutz
Ort: 
Braustube • Berlin Global Village (BGV) • Am Sudhaus 2 • 12053 Berlin