Aber vor allem den Kindern im Kiez!
Am 17. April hat es wieder ordentlich Karamba im Kiez gegeben. Kiez Karamba II, unser zweites Umweltbildungsfest im Rahmen vom Tag des guten Lebens, verwandelte die autofreie Antwerpener Straße im Brüsseler Kiez erneut in einen belebten Ort für Menschen statt für rastendes Blech.
Bei bestem Frühlingswetter strömten Nachbar*innen, Familien und Neugierige zusammen. Es wurde gehämmert, gespielt, getauscht, gestaunt. Beim Puppendoktor gab es fachkundige Hilfe für verletzte Lieblingswesen (Diagnose: zu viel Liebe), während nebenan mit Begeisterung Vogelhäuser gebaut wurden. Eben ganz praktische Stadtökologie im Kinderformat. Das Müllmemory sorgte für so manches Aha‑Erlebnis, und an den Foodsharing‑ und Tau-schenkständen zeigte sich, das Ressourcen teilen kein Verzicht, sondern pure Nachbarschaftsfreude ist.
Musikalisch begleitet von Live‑Musik und verzaubert von einer fantastischen Geschichtenerzählerin, die Kinder (und erstaunlich viele Erwachsene) in andere Welten entführte, wurde wieder ein mal klar, dass Bildung am besten funktioniert, wenn sie Spaß macht und alle mitnimmt.
Und dann kam sie, die Feuerwehr. Mit Blaulicht und großer Wirkung. Die Kinderaugen leuchteten fast genauso hell wie die Signalleuchten selbst. Was Kiez Karamba II aber besonders gemacht hat, war nicht nur das bunte Programm, sondern der Raum, in dem es stattfand. Auf der autofreien Straße sind die Kinder die Könige und Königinnen des Asphalts für einen Tag. Hier können sie Roller fahren, mit Kreide malen, rennen, lachen, lernen. Ganz selbstverständlich wurde sichtbar, was politisch oft abstrakt und kontrovers diskutiert wird: Eine kinderfreundliche, klimagerechte Stadt beginnt dort, wo öffentlicher Raum neu verteilt wird.
Kiez Karamba ist damit mehr als nur ein Fest. Es ist ein lebendiges Plädoyer für Verkehrsberuhigung, für starke Nachbarschaften und für eine Stadt, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert.
Die bunte Aktion hat noch etwas bewirkt, das über den sonnigen Tag selbst strahlt. Wir haben viele neue Engagierte in der Nachbarschaft gewonnen. Menschen, die mitdenken, mitreden und mitgestalten wollen. Die Sichtbarkeit des Projekts wächst – im Kiez, in den Gesprächen und in den Köpfen. Wer mehr über die kommenden Aktionen im Rahmen des Tag des guten Lebens 2026 erfahren möchte, findet alle Infos zu kommenden Veranstaltungen hier. Gefördert durch die Deutsche Postcode Lotterie wird das Projekt eine besonders vielfältige Saison erleben.
Credits und großer Dank für die zukunftsweisende Zusammenarbeit mit der KiTa Ideeninsel, foodsharing.de, GLASBOX der BHT, der Band ‚Lari und die Pausenmusik’, Johanna Wollin und natürlich allen Ehrenamtlichen.
Das Projekt wird umgesetzt von Berlin 21 e.V.. Gefördert wird es durch das Bezirksamt Mitte im Rahmen des Umweltbildungsfonds und durch SOS-Kinderdörfer weltweit Hermann-Gmeiner-Fonds e.V. über die Kampagne „Wir springen ein!”




